1. Mai 2016 in Deszk

 

Der Eierkönig kommt aus Wiesenbach

In diesem Jahr fiel der Mai-Feiertag auf den Ostersonntag im serbisch-orthodoxen Kirchenjahr. Die sieben Wiesenbacher und Wiesenbacherinnen, die der Einladung aus Deszk zum mittlerweile schon traditionellen Maibesuch folgten, hatten deshalb die Gelegenheit, einen tiefen Einblick in das Leben der serbischen Minderheit in der Partnergemeinde zu nehmen. Ausgerüstet von den Gastgebern mit drei hartgekochten Eiern ging es zunächst zum Gottesdienst in die serbische Kirche. Gut anderthalb Stunden wurde hier mit viel Gesang und Weihrauch das Osterereignis gefeiert. Anschließend ging es in den Pfarrgarten. Wir waren eingeladen zusammen mit der serbischen Gemeinde zu Mittag zu essen. Die serbischen Spezialitäten vom Grill schmeckten ausgezeichnet und stärkten für das Nachmittagsprogramm. Eierschlagen gehört zum serbischen Osterfest unverzichtbar dazu. Hier kamen nun die mitgebrachten, mit dem Namen versehenen Eier zum Einsatz. Jung und Alt, Einheimische und Gäste testeten jeweils zu Zweit in Hin- und Rückrunde die Härte der Eierschalen.
Unter den unbestechlichen Augen des Schiedsrichters erfolgte der Wettkampf mit großem Spaß im K.o.-System. Runde um Runde schälte sich der kommende Champion heraus: Gemeinderat Udo Karoff aus Wiesenbach erhielt den Wanderpokal des Siegers.
Am Samstag war dem ein buntes Musik- und Tanzprogramm im Festzelt am Sportplatz voran gegangen, das ein wenig unter der zunehmenden Kälte der Nacht litt.
Zum Abschied lud Bürgermeister László Kiraly die Wiesenbacher Gäste am Montag in Budapest zu einer ausgiebigen Donaurundfahrt entlang der Ufer der beiden Stadtteile ein. Dazu gab es ein hervorragendes Mittagsbüfett. Anschließend ging es zur Führung durch die eindrucksvolle St. Stephansbasilika im Zentrum von Pest, die viel über das nationale Selbstverständnis vieler Ungarn verrät. Und dann war es schon Zeit für den Flughafen. (ln)

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1. Mai 2015 in Deszk

Vom 30.04. – 04.05.2015 fuhren 12 Personen aus Wiesenbach nach Deszk: Bühler, Markus Arnold, Wolfgang Karoff, Udo Echner, Gernot Echner, Sigrid Krauß, Agnes Karakus, Sanela Hofschildt, Jan Schmitt, Svenja Grabenbauer, Henrik Eisermann, Bernd Nöllenburg, Heinrich Ludwig Anlass war diesmal der 70. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges. Los ging es am 30.04. um 15 Uhr vom Rathaus in Wiesenbach zum Flughafen Stuttgart. Wir fuhren mit 3 privaten PKW’s. Mit dem Flugzeug ging es dann nach Budapest, wo wir gegen 20:45 Uhr ankamen. Dort wurden wir mit dem Deszker Gemeindebus nach Deszk gefahren. Wir kamen gegen 24:00 Uhr am Gemeindehaus an, wo unserer Gastgeber schon auf uns warteten. Dann ging es zu den privaten Unterkünften, in denen wir in gewohnt herzlicher Atmosphäre begrüßt wurden.

  • 01.05.2015

Dieser Tag stand dann unter dem Zeichen des Gedenkens an das Ende des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren. Erster Programmpunkt war die Einweihung der Tafel am Gedenkbaum im Alten Friedhof.

Anschließend wurde Kränze an der 2.Weltkrieg-Gedenkstätte im Friedhofsgarten neben der katholischen Kirche niedergelegt.

Dann ging es zur Niederlegung eines Kranzes bei der Gedenktafel am Sanatorium. Hier wurden nach Kriegsende jüdische Waisenkinder für einige Jahre untergebracht. Anschließend besuchten wir den Park hinter dem Sanatorium.

Eröffnung einer Ausstellung im Dorfhaus mit Exponaten, die an die vergangenen Weltkriege  erinnerten. Hier hatten neben dem Bürgermeister aus Deszk auch die Vertreter der Delegationen aus Igazfalva, Oroszhegy, Wiesenbach und Ninove die Gelegenheit in Reden ihre Gedanken zur Würdigung des 70. Jahrestages des Kriegsendes zum Ausdruck zu bringen. Für die Gemeinde Wiesenbach sprach Markus Bühler. (Rede von Markus Bühler: Deszk zum 2. Weltkrieg Mai 2015)

Markus Bühler

Markus Bühler

Zur gleichen Zeit fertigten die Jugendlichen aus Igazfalva und Oroszhegy eine Collage im Tagesseniorenzentrum an.

Anschließen ging es zum Mittagessen in das Restaurant „Bástya“. Hier waren alle Gäste mit ihren Gastgebern eingeladen.

Um 15:00 Uhr ging es dann mit den Gästen aus Wiesenbach und Ninove nach Szeged zum Bowlingcenter.
Um 19.00 Uhr gab es Abendessen im Restaurant „FASOR“ in Szeged und danach liefen wir zur Festwiese, auf der alljährlich das Maifest begangen wird.

  • Samstag 02.05.2015

Am Samstag ging es früh los mit der Vorbereitung des Mittagessens. Für das Pörkelt mussten Zwiebel geschält, Knoblauch zerkleinert werden. Da es den ganzen Vormittag bis in den Nachmittag hinein geregnet hatte, fand die Feier in einem riesigen Zelt statt.

Nachmittags besuchten wir im Rahmen einer Kutschfahrt das serbische Museum in Deszk.

Am Nachmittag und auch später am Abend gab es diverse Auftritt von Gruppen von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen.
Es ist immer wieder faszinierend, mit welcher Hingabe gerade die Kinder und Jugendlichen sich dieser Aufgabe hingeben. Später trat dann noch ein ungarischer Comedian auf, dessen Komik wir natürlich nicht so gut verstanden. Anschließend war Disco angesagt. Es war eine tolle Stimmung.

  • Sonntag 03.05.2015

Am Sonntag stand zunächst der „Mini Hungary Park“ auf dem Programm. Wir sahen hier viele Bauwerke, die in der ungarischen Geschichte eine große Bedeutung haben bzw. hatten.Mittagessen gab es auf dem Bauerhof „Babos“ und anschließend ging es in das Thermalbad (Badekomplex) in Mórahalom. Das Wasser ist dort bis zu 37° warm, also es musste niemand frieren.

  • Montag 04.05.2015

Montag war Abreisetag, aber zunächst ging es in die „Bugacpuszta“. Zum Empfang im Wirtshaus „Karikás Csarda“ am Eingang des Kiskunság Nationalparks gab es Palika und ungarischen Fladenbrot. Der Nationalpark Kiskunság (Kleinkumanien) liegt zwischen den Flüssen Donau und Theiß. Er umfasst ein Areal von nahezu 500 km².Ein Großteil (110 km²) dieses Nationalparks macht das Biosphärenreservat Bugac-Puszta bei Kecskemét aus, das 1979 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt wurde.

Nach der Begrüßung ging es mit der Kutsche durch die Puszta. Wir trafen einen Hirten, der uns einiges über das Leben der ungarischen Hirten erzählte. Dann ging es weiter zu einer Reitervorführung und anschließen zum Mittagessen, ebenfalls im Wirtshaus „Karikás Csarda“.

Gegen 16:30 Uhr ging es dann über einen kleinen Abstecher nach Budapest (Heldenplatz) zurück zum Flughafen (Liszt Ferenc). Um ca. 0:45 Uhr waren wir wieder zurück in Wiesenbach.